Heft 4 / 2012

In der aktuellen Ausgabe des Erbschaft-Steuerberater (Heft 4, Erscheinungstermin: 5. April 2012) lesen Sie folgende Beiträge und Entscheidungen.

Aktuelle Kurzinformationen

  • Günther, Karl-Heinz, Schuldzinsenabzug nach Schuldbeitritt, ErbStB 2012, 99
  • Günther, Karl-Heinz, Gebäudeeigenschaft eines Verkaufspavillons, ErbStB 2012, 99
  • Günther, Karl-Heinz, Steuerpflicht von Erstattungszinsen, ErbStB 2012, 99

Entscheidungen im Steuerrecht

  • BFH v. 30.11.2011 - II B 60/11, Schenkung bei Zwischenschaltung eines Dritten, ErbStB 2012, 100
  • BFH v. 16.11.2011 - I R 31/10, Beginn der Steuerpflicht einer unselbständigen gemeinnützigen Stiftung, ErbStB 2012, 100-101
  • BFH v. 14.12.2011 - I R 92/10, Investmentanteile: Negativer Aktiengewinn bei verdeckter Einlage, ErbStB 2012, 101-102
  • FG Hessen v. 25.10.2011 - 1 K 1507/08, Vorbehaltsquotennießbrauch an KG-Anteil, ErbStB 2012, 103
  • FG Hessen v. 29.8.2011 - 1 K 3381/03, Einkommensteuererstattung als Schenkung zwischen Ehegatten, ErbStB 2012, 103-105
  • FG Münster v. 17.11.2011 - 2 K 507/07 E, Abzug von dauernden Lasten trotz Verbots nach § 50 Abs. 1 EStG, ErbStB 2012, 105

Entscheidungen im Zivilrecht

  • BGH v. 29.11.2011 - II ZR 306/09, Schenkung atypischer Unterbeteiligungen, ErbStB 2012, 105-107

Literatur

  • Günther, Karl-Heinz, Anteilsbegriff i.S.d. Erbschaftsteuerrechts, ErbStB 2012, 107
  • Günther, Karl-Heinz, Schenkungsteuerliche Auswirkungen von Einlagen und Ausschüttungen, ErbStB 2012, 107
  • Günther, Karl-Heinz, ErbStR 2011: Überblick über die wichtigsten Neuregelungen, ErbStB 2012, 107
  • Günther, Karl-Heinz, Familienstiftungen und Nachfolgeregelung, ErbStB 2012, 107-108
  • Günther, Karl-Heinz, Grundbesitzbewertung bei fehlenden Bodenrichtwerten, ErbStB 2012, 108

Vermögensnachfolge und Erbfallgestaltung

  • Esskandari, Manzur / Bick, Daniela, Wann beginnt die Verjährung bei der Hinterziehung von Erbschaft- und Schenkungsteuer?, ErbStB 2012, 108-113
    Die strafrechtliche Verjährung bei Steuerhinterziehungen hängt davon ab, ob es sich um Veranlagungs- oder Fälligkeitssteuern handelt. Weiter kommt es darauf an, ob die Steuerhinterziehung durch aktives Tun oder durch bloßes Unterlassen begangen wird. Besonderheiten ergeben sich bei der Hinterziehung von Erbschaft- und Schenkungsteuer. Denn hier handelt es sich einerseits um eine Veranlagungssteuer. Andererseits sieht das ErbStG Anzeigepflichten vor. Eine Entscheidung des 1. Strafsenats des BGH gibt hier nun die Richtung für die Praxis vor (BGH v. 25.7.2011 – 1 StR 631/10, AO-StB 2011, 356 = NJW 2011, 3249).
  • Grootens, Mathias, Ermittlung des Bodenwerts bei der Grundbesitzbewertung, ErbStB 2012, 113-117
    Den Bodenrichtwerten kommt bei der Bewertung von Grundstücken für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer eine besondere Bedeutung zu, da sie an vielen Stellen der einzelnen Bewertungsverfahren in die Berechnung einzubeziehen sind und somit das Bewertungsergebnis signifikant beeinflussen. Die Ermittlung des anzusetzenden Bodenrichtwerts durch das Lage-FA muss vom steuerlichen Berater daher mit großer Sorgfalt überwacht werden. Dies gilt umso mehr in den Fällen, in denen die Finanzverwaltung den Bodenwert aufgrund fehlender Bodenrichtwerte eigenständig ableitet. In diesem Zusammenhang wird im Fachschrifttum hinsichtlich der für Bewertungsstichtage ab 2007 eingeführten Ableitungsbefugnisse der Finanzbehörden erörtert, ob eine Ableitung auch dann möglich ist, wenn zwar eine Verpflichtung des Gutachterausschusses nach § 196 BauGB zur Ermittlung des Bodenrichtwerts besteht, dieser aber seiner Verpflichtung aus verschiedenen Gründen nicht nachkommt. Diese Problematik als auch die Reaktionen des Gesetzgebers – zuletzt i.R.d. BeitrRLUmsG – sind Gegenstand des Beitrags, der dem Leser u.a. auch eine hilfreiche Übersicht zur jeweiligen maßgeblichen Rechtslage an die Hand gibt.
  • Carlé, Thomas, Die Unterbeteiligung, ErbStB 2012, 117-120
    Der Beitrag schließt thematisch an den Beitrag zu den Grundsätzen, den Formen und der Bestellung einer Unterbeteiligung, ErbStB 2012, 14 (Heft 1/2012), an. Er soll die Schwerpunkte aufzeigen, die es bei der Erstellung eines Vertrags zu beachten gilt. Dies gilt sowohl für die Verzahnung des Vertrags über die Unterbeteiligung mit dem Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft, an der die Hauptbeteiligung besteht, als auch für die notwendigen Regelungen im Rechtsverhältnis zwischen dem Haupt- und dem Unterbeteiligten. Für das letztgenannte Verhältnis gilt es zum einen, die Reichweite der mittelbaren Rechte des Unterbeteiligten an der Hauptbeteiligung zu definieren wie auch das reine Binnenrecht der Unterbeteiligungsgesellschaft.

Immobilien und Kapitalvermögen

  • Bieling, Björn, Die elektronische Kapitalertragsteueranmeldung im Praxiseinsatz, ErbStB 2012, 120-124
    Bereits mit dem UnStRefG 2008 (BGBl. I 2007, 1912) wurde die Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung der Kapitalertragsteueranmeldung (§ 45a Abs. 1 Satz 1 EStG) in das Einkommensteuergesetz eingefügt. Im Rahmen des OGAW-IV-UmsG (BGBl. I 2011, 1126) wurde die Kapitalertragsteuerabzugsverpflichtung für bestimmte Dividendenerträge von dem Schuldner der Kapitalerträge auf die auszahlende Stelle i.S.d. § 44 Abs. 1 Satz 4 Nr. 3 EStG umgestellt (, ErbStB 2011, 82). Diese Kapitalertragsteuer wird auch Dividendenkapitalertragsteuer genannt. Der folgende Beitrag stellt den an die neuen Regelungen angepassten amtlichen Vordruck vor.
  • Koblenzer, Thomas, Das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz, ErbStB 2012, 124-131
    Am 21.9.2011 unterzeichneten die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Bundesrepublik Deutschland nach langen kontroversen Diskussionen das “Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über Zusammenarbeit in den Bereichen Steuern und Finanzmarkt“. Mit diesem Abkommen soll entspr. dem Wunsch beider Staaten, endgültig der Schlussstrich unter eine nunmehr seit vielen Dekaden währende Auseinandersetzung gezogen werden, die zuletzt an Schärfe bedenklich zunahm und auch zu einem offenkundigen diplomatischen Dissens führte, vor allem durch die wenig eloquenten Äußerungen des ehemaligen Finanzministers der großen Koalition, Peer . Der vorliegende Beitrag gibt zunächst einen Überblick über die wesentlichen Regelungselemente des Abkommens (Teil I), bevor dann in einem gesonderten Folgebeitrag (Teil II, ErbStB, Heft 5/2012), die durchaus steuerwissenschaftlich spannenden offenen Fragen vor allem im Kontext der Steueramnestiewirkungen des Abkommens beleuchtet werden.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 10.08.2015 11:46

zurück zur vorherigen Seite